Rückblick: WSD-Fachstelle im Januar

Im Rahmen der Arbeit der Fachstelle Weltoffen, Solidarisch, Dialogisch (WSD) wurden in den vergangenen Wochen unterschiedliche Veranstaltungen und Projekte umgesetzt, die sich jeweils aus eigener Perspektive mit Fragen von Nachhaltigkeit, Beteiligung und gesellschaftlicher Verantwortung beschäftigen.

Dazu gehörte ein Beteiligungsprojekt mit Studierenden der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im Rahmen der Aktionswoche „Eine Stadt für alle“, bei dem Magdeburger*innen ihre Ideen für eine lebenswerte und zukunftsfähige Stadt einbringen konnten.

Ebenfalls Teil der WSD-Arbeit war ein Treffen des SDG-Clubs im Januar, das sich im Rahmen des Veganuary mit den gesundheitlichen, ökologischen und globalen Aspekten veganer Ernährung auseinandersetzte.

Beide Formate stehen exemplarisch für die vielfältige Bildungs- und Beteiligungsarbeit der Fachstelle, die lokale Themen aufgreift, Raum für Austausch schafft und nachhaltiges Denken fördert.

Projekt mit Student*innen der Otto-von-Guericke-Universität im Rahmen der Aktionswoche "Eine Stadt für alle".
Unsere Stadt. Unsere Zukunft. Deine Meinung.

Im Rahmen des Seminars „Zukunft gestalten – lernen, handeln, wirken“ haben Studierende der Otto-von-Guericke-Universität gemeinsam mit der WSD-Fachstelle der AGSA Magdeburger*innen nach ihren Ideen und Wünschen für die Stadt befragt. Ziel war es, eine zukunftsfähige, lebenswerte Stadt zu gestalten, in der die Stimmen der Menschen gehört werden.

Die Aktion knüpft an den Aufruf von ottopflanzt e.V. „Zukunft Stadtgrün Magdeburg – eine grüne Stadt für alle“ an. Denn Stadtgrün ist nicht nur ästhetisch, sondern essenziell für Klima, Umwelt und Lebensqualität. In den letzten Jahren gingen in Magdeburg über 70.000 Stadtbäume verloren, ein Grund mehr, jetzt aktiv zu werden.

Ergebnisse

  • Beliebte Aufenthaltsorte: Parks wie der Stadtpark oder Nordpark und Bereiche entlang der Elbe.
  • Bedarf an Grünflächen: Viele wünschen sich mehr Grün in ihren eigenen Stadtteilen.
  • Erreichbarkeit: Der Weg zur nächsten Grünfläche beträgt oft 10–15 Minuten oder länger.
  • Gestaltung: Mischung aus naturnahen und gepflegten Bereichen; in Parks eher naturbelassen, in der Innenstadt eher Zierpflanzen.
  • Innovative Ideen: Dach- und Fassadenbegrünung, Regenwassernutzung, renaturierte Flüsse werden als Chancen gesehen trotz finanzieller Herausforderungen.
  • Erhalt von Natur: Alte Bäume und Lebensräume für Tiere haben hohe Priorität.
  • Beteiligung: Viele wünschen sich bessere Informationen über den Zustand von Grünflächen und mehr Möglichkeiten zur Mitgestaltung.

Fazit
Die Befragungen zeigen deutlich: Stadtgrün ist ein zentrales Thema für Lebensqualität, Klimaschutz und das Alltagsleben der Magdeburger*innen. Eine strategische Planung von Grünflächen, die Umwelt, Klima und soziale Räume zusammendenkt, ist entscheidend für die Zukunft der Stadt.
Ein Dankeschön geht an alle Teilnehmenden, die ihre Perspektiven geteilt haben, diese Stimmen machen das Projekt erst möglich! Wer die Idee einer grünen Stadt unterstützen möchte, kann das Forderungspapier von ottopflanzt mitzeichnen.

SDG-Club im Januar

Der Veganuary im Januar bot für den SDG-Club die ideale Gelegenheit, sich mit der Frage auseinanderzusetzen: Kann eine vegane Ernährung gesund sein?

Gemeinsam mit dem VeganTreff MD haben wir uns inhaltlich vor allem auf die gesundheitlichen Aspekte einer pflanzlichen Ernährung konzentriert und verbreitete Mythen kritisch hinterfragt. Dabei wurde deutlich: Eine ausgewogene vegane Ernährung ist nicht nur möglich, sondern kann zahlreiche gesundheitliche Vorteile bieten, insbesondere in Bezug auf Prävention von Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes.

Neben den inhaltlichen Diskussionen bot der Abend auch Raum für Austausch und Vernetzung. Zum Abschluss konnten die Teilnehmer*innen ein umfangreiches veganes Buffet genießen, das nicht nur köstlich war, sondern auch gezeigt hat, wie vielfältig und lecker pflanzliche Ernährung sein kann.

Globale und nachhaltige Aspekte veganer Ernährung

Was bedeutet das im Sinne der SDG-Nachhaltigkeitsziele? Eine pflanzliche Ernährung kann nicht nur einen Beitrag zur individuellen Gesundheit leisten, sondern ist auch mit mehreren Sustainable Development Goals (SDGs) verknüpft, da sie globale Herausforderungen adressiert:

  • SDG 2 – Kein Hunger: Pflanzliche Ernährung nutzt landwirtschaftliche Ressourcen effizienter und kann dazu beitragen, Menschen weltweit nachhaltig zu ernähren.
  • SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen: Eine ausgewogene pflanzliche Ernährung kann das Risiko für Zivilisationskrankheiten senken und die allgemeine Gesundheit fördern.
  • SDG 12 – Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster: Bewusster pflanzlicher Konsum reduziert den Ressourcenverbrauch und unterstützt eine nachhaltigere Lebensmittelproduktion auf globaler Ebene.
  • SDG 13 – Klimaschutz: Pflanzliche Ernährung verursacht deutlich weniger Treibhausgasemissionen als eine Ernährung mit hohem Anteil tierischer Produkte und trägt somit aktiv zur Eindämmung der Klimakrise bei.
  • SDG 14 – Leben unter Wasser: Weniger Tierprodukte bedeuten geringere Überfischung und besseren Schutz mariner Ökosysteme.
  • SDG 15 – Leben an Land: Reduzierte Tierhaltung trägt zum Schutz von Wäldern und natürlichen Lebensräumen bei und unterstützt die globale Artenvielfalt.

Wir danken allen Teilnehmer*innen für den engagierten Austausch und die inspirierenden Gespräche. Es war ein gelungener Abend, der Gesundheit, Nachhaltigkeit und globale Verantwortung miteinander verbunden hat.

Was ist der SDG-Club?

Der SDG-Club ist ein offenes Veranstaltungsformat, das mindestens einmal im Monat im einewelt haus Magdeburg stattfindet. Willkommen sind alle, die gemeinsam etwas bewegen möchten. Im Mittelpunkt stehen dabei die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen.
Jeder SDG-Club widmet sich einem dieser Nachhaltigkeitsziele. Gemeinsam setzen wir uns mit Fragen globaler Gerechtigkeit, Umwelt- und Klimaschutz, fairen Arbeitsbedingungen, Geschlechtergerechtigkeit oder verantwortungsvollem Konsum auseinander, immer mit Blick auf globale Zusammenhänge und lokale Handlungsmöglichkeiten.

Das Format lebt vom Austausch und der aktiven Beteiligung:
Ob Upcycling-Workshops, Kleidertauschpartys, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, interaktive Workshops oder andere Mitmachaktionen, der SDG-Club schafft Raum für neue Perspektiven, gemeinsame Reflexion und konkrete Ideen für ein nachhaltigeres Miteinander.

Eingeladen sind alle, die neugierig sind, sich einbringen oder einfach dazulernen möchten, unabhängig von Alter, Geschlecht, Vorwissen oder Hintergrund. Die Teilnahme ist kostenlos, freiwillig und in der Regel ohne Anmeldung möglich. Für eine angenehme Atmosphäre ist gesorgt: Bei jedem Treffen gibt es Snacks und Getränke, oft auch aus geretteten Lebensmitteln.

Der SDG-Club wird im Rahmen der Fachstelle Weltoffen, Solidarisch, Dialogisch (WSD) bei der AGSA organisiert und wird von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Stiftung Nord-Süd-Brücken sowie der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt gefördert.

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