Rückblick – Die AGSA zu den Antirassismuswochen in Magdeburg 2025
Rückblick – AGSA zu den Antirassismuswochen in Magdeburg 2025
Vom 17. bis zum 30. März 2025 fanden die internationalen Wochen gegen Rassismus in ganz Deutschland statt. Auch in Magdeburg gab es ein vielfältiges Programm mit über 40 Veranstaltungen, die von mehr als 35 Kooperationspartner*innen organisiert wurden. Die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) koordinierte die Aktionswochen, brachte sich aber auch selbst mit mehreren eigenen Beiträgen aktiv ein.
Unter dem Motto "Menschenwürde schützen" wurden Begegnungsräume geschaffen, die den Austausch, das gemeinsame Gedenken und das gegenseitige Verstehen förderten.
Vielfältige Formate wie Diskussionsrunden, kulturelle Veranstaltungen, Lesungen und Workshops setzten ein starkes Zeichen für Solidarität, Vielfalt und Respekt.
Hierauf schauen wir in diesem Beitrag, ein umfassender Rückblick mit allen Veranstaltungen folgt später.
Veranstaltungen der AGSA im Rahmen der Antirassismuswochen
Interkulturelle Begegnung mit jüdischer Kultur und Geschichte (17. März)
Zum Auftakt der Aktionswochen lud der Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt in Kooperation mit der AGSA zur interkulturellen Begegnung in die Magdeburger Synagoge ein. Mehr als dreißig Interessierte nutzten die Gelegenheit, mehr über jüdische Geschichte und Kultur zu erfahren. Nach einer Einführung und Besichtigung des Gebetsraumes klang der Abend mit einem Austausch bei Kaffee und traditionellem jüdischen Gebäck aus.
"Schach kennt keine Grenzen – Schach verbindet" (17. März)
In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Magdeburg und der Schachabteilung des USC Magdeburg e.V. organisierte das IKOE-Projektteam eine außergewöhnliche Begegnung am Schachbrett. Die Kinderschachgruppe, bestehend aus Spieler*innen verschiedener Nationalitäten, trat gegen Besucher*innen an. Rund 50 Teilnehmer*innen versammelten sich an den Spieltischen und Rätselstationen – das große Interesse sorgte zeitweise sogar für Wartelisten.
Lesung mit Sascha Lübbe: "Ganz unten im System" (17. März)
Der Autor Sascha Lübbe las aus seinem Buch "Ganz unten im System" und beleuchtete die oft unsichtbaren Leistungen von Arbeitsmigrant*innen in Deutschland sowie die Herausforderungen, denen sie begegnen.
Kreativworkshop unter Anleitung – laut und sichtbar gegen Rassismus (18. März)
Kunst verbindet und sagt mehr als Worte über die Kulturen. Die besten Motive werden als Postkarten gedruckt, um gegen Rassismus zu sensibilisieren. Eine Aktion des CSD Magdeburg am 18/. März 2025 im PrideHub Magdeburg.
Vortrag „Mehr als 120 Jahre Paragraf 175“ mit Dr. Christian Alexander Wäldner (19. März)
Der Vortrag „Mehr als 120 Jahre Paragraf 175“ mit Dr. Christian Alexander Wäldner war ein voller Erfolg. Die Veranstaltung war gut besucht, das Interesse groß, und die Einblicke in die queere Verfolgungsgeschichte bewegend. Besonders spannend war die Vorstellung der digitalen Karte Sachsen-Anhalts. Eine Veranstaltung des CSD Magdeburg mit dem CSD Stendal am 19. März 2025 in der Kleinen Markthalle Stendal.
Gespräch mit Nir Lasri zur jüdischen Kultur und Antisemitismusprävention (20. März)
Nir Lasri, Experte für Antisemitismusprävention, sprach über jüdische Kultur und aktuelle Herausforderungen im Kampf gegen Antisemitismus. Sein Vortrag bot wertvolle Einblicke und regte zu intensivem Austausch an.
Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Rassismus (21. März)
Gemeinsam mit der AWO Sachsen-Anhalt und weiteren Akteuren wurde auf dem Alten Markt eine Kundgebung organisiert. Mit Redebeiträgen, einer Ausstellung und einer Kranzniederlegung setzten die Teilnehmer*innen ein starkes Zeichen für eine Gesellschaft des respektvollen Miteinanders.
Filmvorführung "Tolo Tolo" (22. März)
In Kooperation mit CIMA e.V. zeigte das EUmigra-Projekt den italienischen Film "Tolo Tolo" im einewelt haus. Der Film regte zur Reflexion über Migration und Integration an.
Dialogforum zum Thema "Autoritarismus" (22. März)
Das IKOE-Projekt der AGSA lud zu einem interaktiven Dialog über Autoritarismus aus sozialpsychologischer, soziologischer und politikhistorischer Perspektive ein. Zwei fachliche Impulse bildeten die Grundlage für eine anregende Diskussion über pluralistische Gemeinschaftsordnungen. Einen ausführlichen Bericht findet ihr hier.
Sprachcafé: Begegnung durch Sprache und Kultur (25. März)
Das Sprachcafé bot eine Plattform für interkulturellen Austausch. Durch Bingo, Rätsel, ein Quiz und offene Gespräche wurden Stereotypen hinterfragt, Vorurteile thematisiert und das Verständnis füreinander gefördert.
Gesprächskreis zu Alltagsrassismus (27. März)
Die Fachstelle Weltoffen. Solidarisch. Dialogisch. bot gemeinsam mit Juliana Gombe und Toll e.V. einen offenen Gesprächskreis, um Erfahrungen mit Alltagsrassismus zu teilen und zu reflektieren.
"Farben für Vielfalt" – Kreativworkshop (28. März)
Kunst als Mittel gegen Rassismus: In diesem Workshop konnten die Teilnehmenden kreative Kunstwerke gestalten, die als Motive für Postkarten genutzt werden.
Die Antirassismuswochen in Magdeburg 2025 boten ein breites Spektrum an Veranstaltungen, die Begegnung, Dialog und Reflexion förderten. Wir danken allen Beteiligten für die wertvollen Impulse und Gespräche und blicken dankbar auf diese intensiven Wochen zurück. In Kürze folgt ein Rückblick mit allen Veranstaltungen.
