Mutig und entschlossen: WSD-Fachstelle bei Vernetzungstagung in Halle

Mutig und entschlossen: WSD-Fachstelle bei Vernetzungstagung in Halle

Am 2. Oktober 2026 nahm die Fachstelle „Weltoffen, Solidarisch, Dialogisch“ (WSD) der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. (AGSA) an der Tagung „Mutig und entschlossen – Vernetzung, Austausch und Projektschmiede für die demokratische Zivilgesellschaft“ im Puschkinhaus in Halle (Saale) teil.

Die Veranstaltung brachte Engagierte aus Vereinen, Initiativen, Migrant*innenorganisationen, Bildungsprojekten und zivilgesellschaftlichen Netzwerken aus Sachsen-Anhalt und darüber hinaus zusammen. Organisiert wurde sie von der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Bündnis Sachsen-Anhalt Weltoffen, dem Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e. V., Miteinander e. V. sowie dem Begegnungs- und Beratungs-Zentrum lebensart e. V.

Zivilgesellschaft unter Druck – Vernetzung als Antwort

Zum Auftakt gaben Pascal Begrich von Miteinander e. V., Mamad Mohamad von LAMSA e. V., Anja Reißmann vom Stadtlabor Zeitz e. V. und Madeleine Henfling von Campact Impulse zur aktuellen politischen Situation in Sachsen-Anhalt.

Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen für eine demokratische Zivilgesellschaft, die Bedeutung solidarischer Netzwerke und die Frage, wie Engagement und sichere Räume für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen gestärkt werden können.

Dabei wurde deutlich, dass politische und gesellschaftliche Veränderungen insbesondere marginalisierte Gruppen vor zusätzliche Herausforderungen stellen. Umso wichtiger sind belastbare Netzwerke, gegenseitige Unterstützung und Strukturen, die zivilgesellschaftliches Engagement langfristig ermöglichen. Gleichzeitig zeigte die Tagung, wie viele Menschen sich weiterhin aktiv für ein weltoffenes, vielfältiges und demokratisches Sachsen-Anhalt einsetzen.

Raum für Austausch und neue Ideen

Am Nachmittag bot ein Open Space Gelegenheit, eigene Themen einzubringen und gemeinsam an Lösungsansätzen zu arbeiten.

Diskutiert wurde unter anderem über stärkere Vernetzungsstrukturen, die Situation zivilgesellschaftlicher Akteur*innen im ländlichen Raum, alternative und unabhängige Finanzierungsmöglichkeiten sowie die inklusive Beteiligung von Menschen mit Behinderungen. Weitere Themen waren sichere Räume, Strategien gegen Rechtsextremismus und Demokratiefeindlichkeit sowie die Frage, wie mehr Menschen für gesellschaftliches Engagement gewonnen werden können.

Gerade der offene Austausch machte sichtbar, wie unterschiedlich die Herausforderungen vor Ort sind – und wie wichtig es ist, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam Strategien zu entwickeln.

Netzwerke stärken, Handlungsspielräume erweitern

Für die WSD-Fachstelle der AGSA war die Tagung eine wichtige Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen, neue Akteur*innen kennenzulernen und Perspektiven aus unterschiedlichen Teilen Sachsen-Anhalts zusammenzubringen.

Die Themen der Tagung knüpfen unmittelbar an die Arbeit der Fachstelle an: gesellschaftliche Teilhabe stärken, Ungleichheiten abbauen, demokratische Räume sichern und Kooperationen zwischen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen fördern.

Damit bestehen auch direkte Bezüge zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen – insbesondere zu SDG 10 „Weniger Ungleichheiten“, SDG 16 „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ und SDG 17 „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“.

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