Interkulturelle Kompetenz für den Verwaltungsalltag

Interkulturelle Kompetenz für den Verwaltungsalltag

Im August 2026 nahmen mehr als 40 Mitarbeitende der Stadtverwaltung Magdeburg an einer Workshopreihe des IKOE-Projekts der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. (AGSA) teil. In zwei Modulen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Themen „(Interkulturelle) Konflikte konstruktiv klären“ und „Interkulturelle Kommunikation“.

Mit dabei waren Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen der Stadtverwaltung, darunter Klimabüro, Bürgerservice, Ordnungsamt und Ausländerbehörde. Die breite Beteiligung zeigt, wie relevant interkulturelle Kompetenz für den Arbeitsalltag einer Verwaltung in einer vielfältigen Stadtgesellschaft ist.

Konflikte verstehen und konstruktiv bearbeiten

Im ersten Modul standen die Entstehung und Dynamik von Konflikten sowie Möglichkeiten ihrer konstruktiven Bearbeitung im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden reflektierten eigene Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster und erprobten deeskalierende Gesprächstechniken sowie Strategien für eine wertschätzende Kommunikation.

Dabei ging es auch darum, Konfliktsituationen nicht vorschnell als „interkulturell“ einzuordnen, sondern unterschiedliche Ursachen, Erwartungen und Perspektiven genauer in den Blick zu nehmen.

Kommunikation bewusst gestalten

Das zweite Modul widmete sich der interkulturellen Kommunikation innerhalb der Verwaltung und im Kontakt mit Bürger*innen. Im Fokus standen mögliche Missverständnisse, unterschiedliche Erfahrungen und Wertvorstellungen sowie die Reflexion des eigenen Kommunikationsstils.

Praxisnahe Übungen unterstützten die Teilnehmenden dabei, Gesprächssituationen bewusster wahrzunehmen und auch in herausfordernden Situationen lösungsorientiert und respektvoll zu kommunizieren.

Positive Rückmeldungen aus der Praxis

Dass die Workshops über reine Wissensvermittlung hinaus Impulse für den Arbeitsalltag geben konnten, zeigte sich auch in den Rückmeldungen der Teilnehmenden.

Eine Person resümierte:
„Ich bin mit ganz anderen Erwartungen in den Workshop gegangen. Umso positiver überrascht bin ich, was ich für mich daraus mitnehmen konnte.“

Eine weitere Rückmeldung unterstrich den Bedarf an solchen Weiterbildungsangeboten:
„Nach diesem Workshop denke ich: Eigentlich sollten alle Mitarbeitenden die Möglichkeit haben, an einer solchen Weiterbildung teilzunehmen.“

Interkulturelle Öffnung als kontinuierlicher Prozess

Interkulturelle Öffnung ist keine einmalige Maßnahme, sondern ein fortlaufender Organisations- und Lernprozess. Mit seinen Weiterbildungs- und Beratungsangeboten begleitet das IKOE-Projekt der AGSA Verwaltungen dabei, Vielfalt im Arbeitsalltag professionell zu gestalten und Strukturen weiterzuentwickeln.

Auch für 2027 sind weitere praxisnahe Fortbildungsangebote für die Stadtverwaltung Magdeburg geplant. Ziel bleibt es, interkulturelle Öffnung nachhaltig in der Verwaltungspraxis zu verankern und Mitarbeitende dabei zu unterstützen, den Anforderungen einer vielfältigen Stadtgesellschaft professionell, reflektiert und wertschätzend zu begegnen.

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