Berufsbildung ohne Grenzen: Berufliche Netzwerke und interkulturelle Kompetenzen nachhaltig stärken
Berufsbildung ohne Grenzen: Berufliche Netzwerke und interkulturelle Kompetenzen nachhaltig stärken
Im Rahmen des AGSA-Projektes Berufsbildung ohne Grenzen begleiteten wir eine Bildungsreise vom 4. bis 8. Mai 2026 nach Warschau in die Partnerregion Masowien. Die Reise bot angehenden Industriekaufleuten der Berufsbildenden Schulen Haldensleben eine intensive Mischung aus fachlichem Austausch, kulturellen Einblicken und gemeinsamen Aktivitäten.
Nach der Ankunft und dem Kennenlernen der Partnerstiftung „Szansa“ hatten die Jugendlichen aus Haldensleben die Gelegenheit, die polnische Hauptstadt Warschau zu erkunden. Neben den modernen Wolkenkratzern beeindruckte insbesondere die zum UNESCO-Welterbe gehörende Altstadt. Dabei wurde die dynamische und moderne Entwicklung der Stadt unmittelbar sichtbar.
Im Mittelpunkt des Arbeitsprogramms standen Besuche und Gespräche mit polnischen Unternehmen, Stadtverwaltungen und Institutionen. Ziel war es, Arbeitsmethoden kennenzulernen, neue Perspektiven zu gewinnen und Einblicke in wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen in Polen zu erhalten.
Zum Programm gehörte ein Besuch im Cambridge Innovation Center, das spannende Einblicke in moderne Arbeitswelten und Innovationsprozesse ermöglichte. Vertiefende Einblicke in wirtschaftliche und lokale Strukturen bot zudem der Besuch beim Bauunternehmen Budimex. Ein besonderer Höhepunkt war das Treffen mit dem Bürgermeister im Stadtteil Praga-Południe sowie die Präsentation der modernen und digitalisierten Stadtverwaltung. Deutlich wurde dabei, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement und der Dialog zwischen den Generationen für die Entwicklung einer lebendigen Stadtgesellschaft sind.
Abgerundet wurde das Programm durch Besuche im Muzeum Norblin sowie im Centrum Pieniądza. Besonders beeindruckt zeigten sich die Auszubildenden von der Ästhetik der Stadt, der modernen Infrastruktur und dem hohen Grad der öffentlichen Digitalisierung.
Die Gruppe zog insgesamt ein sehr positives Fazit. Die Reise trug dazu bei, bestehende Vorurteile abzubauen und stärkte nachhaltig sowohl berufliche Netzwerke als auch die interkulturellen Kompetenzen der Teilnehmenden.
Hintergrund
Mit dem bundesweiten Förderprogramm Berufsbildung ohne Grenzen unterstützt die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. gemeinsam mit den gewerblichen Kammern des Landes – der IHK Magdeburg, der IHK Halle-Dessau, der Handwerkskammer Magdeburg sowie der Handwerkskammer Halle – kleine und mittlere Unternehmen sowie Auszubildende und junge Fachkräfte dabei, internationale Berufserfahrungen zu sammeln und interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln.
Die Mobilitätsberaterinnen und Mobilitätsberater informieren über Auslandsaufenthalte, unterstützen bei der Planung und Partnersuche und beraten zu Fördermöglichkeiten wie Erasmus+. Das Projekt ist Teil der AGSA-Fachstelle „Vielfalt im Arbeitsleben“.
Internationale Zusammenarbeit, Austausch und Mobilität sind zentrale Standortfaktoren für die Zukunft Sachsen-Anhalts. Sie stärken nicht nur die fachlichen Kompetenzen junger Menschen, sondern fördern zugleich Weltoffenheit, Verständnis und die Fähigkeit, sich erfolgreich in einer globalisierten Arbeitswelt zu bewegen.
Wir möchten der engagierten Leitung sowie der Lehrerschaft der Berufsbildenden Schulen Haldensleben unseren herzlichen Dank aussprechen, dass sie mit großem Engagement diese Möglichkeiten wahrnehmen und ihren Schülerinnen und Schülern internationale Erfahrungen sowie wertvolle Einblicke durch Auslandsaufenthalte ermöglichen.