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Mittwoch, Februar 28, 2018

Japanerinnen - missverstandene Geschöpfe (Mi. 28 Feb, 2018 18:00 - 19:00)

 

Statistiken zeigen, dass es in Japan nur wenige weibliche Vorstands- sowie Parlamentsmitglieder gibt und dass der soziale Status japanischer Frauen damit relativ niedrig ist. Aber japanische Frauen spielen seit uralter Zeit eine unentbehrliche Rolle in der Gesellschaft.
Warum? Weil die japanische Gesellschaft ursprünglich eine Gesellschaft mit „Mütterlinie“ ist. Die „Mütterlinie“ bezeichnet die Weitergabe und Vererbung von sozialen Eigenschaften und Besitz ausschließlich über die weibliche Linie von Müttern und Töchtern.
In der Folgezeit ging die Gesellschaft mit der „Mütterlinie“ zu einer Gesellschaft mit „Väterschaft“ über, in der „Ie“ (= Haus, Familie) das wichtigste Fundament war. In der „Väterschaft“-Gesellschaft kamen neue Aufgaben für Frauen beruhend auf der Rollenverteilung zu.

Nach der Restauration sowie Öffnung des Landes im 19. Jahrhundert und auch nach dem II. Weltkrieg erlebte Japan westliche Einflüsse, wodurch unvermeidliche Änderungen bezüglich des Status des weiblichen Geschlechts entstanden.
Dennoch ist das Wesen der „Mütterlinie“  sowie die Rollenverteilung in der heutigen Gesellschaft noch vorhanden und im Wesentlichen akzeptiert. Dabei ist die entscheidende Frage, ob die Japanerinnen heute ein glückliches Leben führen oder nicht.

 

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