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EhrenamtSeit dem Sommer 2015 engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. Ohne die Bereitschaft, in ihrer Freizeit Deutschkurse zu geben, Möbel und Wohnungen zu beschaffen, Behörden- und Arztgänge zu begleiten oder Praktika und Ausbildungsplätze zu finden, wären viele der Erfolgsgeschichten über geflüchtete Menschen nicht denkbar. Doch auch die Ehrenamtlichen stoßen an ihre Grenzen und Möglichkeiten. Viele Fragen bleiben im Alltag ungeklärt und Bedürfnisse ungehört.

EK CH MAm 21. November 2017 fand inzwischen zum 8. Mal die Verleihung des Integrationspreises des Landes Sachsen-Anhalt statt. Zehn Initiativen und Projekte wurden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Gesellschafthaus Magdeburg mit dem Preis geehrt.
>> Offizielle Pressemitteilung

In ihrer Begrüßungsrede würdigt Staatssekretärin Möbbeck und Integrationsbeauftragte des Landes, das vielfältige Engagement für Teilhabe und Integration: „In Sachsen-Anhalt engagieren sich viele tausend Menschen mit menschlicher Zugewandtheit und unermüdlichem Einsatz für neuankommende Geflüchtete und für ein gelingendes Zusammenleben. Dieses Engagement verdient eine Würdigung!“

Wir freuen uns, dass zwei Akteurinnen aus den Reihen der AGSA für ihren individuellen Einsatz in der Migrationsarbeit gewürdigt wurden und gratulieren ganz herzlich Elena Klein und Constance Heimann!

Auf der zweiten Mitgliederversammlung am  23. Oktober 2017 haben Vorstand und Geschäftsführung mit den AGSA-Mitgliedern die am 21. Oktober veröffentlichte Pressemeldung zum Prüfbericht des Landesrechnungshofes (LRH) erörtert. Mehrheitlich wurde sich dafür ausgesprochen, das bereits mit Mai 2017 datierte Entlastungsschreiben des LRH zu veröffentlichen:

>> Entlastungsschreiben LRH vom 08.05.2017

Die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. organisiert vom 04. -10. Dezember 2017 in Wolmirstedt ein Internationales Bildungsseminar.

Das Seminar ist eine Fortsetzung der Jugendbegegnung „Eurocamp“, die im August 2017 mit 55 Menschen aus 21 verschiedenen Ländern durchgeführt wurde. Das Bildungsseminar bietet die Chance, in das Thema Projektmanagement einzusteigen. Es soll junge Menschen bestärken selbst Kulturprojekte/ interkulturelle Veranstaltungen/ Trainings/ Seminare zu planen und durchzuführen. Es bietet die Möglichkeit das eigene Set an Methoden durch vielseitigen Input zu erweitern und sich mit Menschen zu vernetzen, die im Bereich der internationalen Jugendarbeit tätig sind oder tätig werden wollen.

Das Interkulturelle Info-Café bietet jetzt auch in Halle interessante Info- und Beratungsmöglichkeiten für Migrantinnen und Migranten rund um das Thema Arbeitsmarktintegration.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Interkulturelles Infocafé“ geht es heute um „Weiterbildungsangebote für Haupt- und Ehrenamtliche".
Der Referent der Servicestelle „Interkulturelle Öffnung und Orientierung, Antidiskriminierung und Diversity“ des LNW IQ Sachsen-Anhalt, Gavin Theren, präsentiert in dialogischer Form die Weiterbildungsformate „Modulare Weiterbildung für Diversity Beraterin und Berater“ sowie zur „KomBI-Laufbahnberatung für Haupt- und Ehrenamtliche“.

modularAlle Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte sollen Zugang zu den Dienstleistungen, Produkten und Ressourcen der jeweiligen Institution erhalten.

Interkulturelle Öffnung ist die strategische Entscheidung einer Institution, einer Organisation oder eines Unternehmens, Handlungsansätze zu entwickeln und umzusetzen, die den
Anforderungen unserer globalisierten und durch Einwanderung geprägten Gesellschaft entsprechen. 
In der angebotenen Weiterbildung werden Ansätze des diskriminierungskritischen Diversity und Interkulturelle Öffnung systematisch zusammengeführt und Gemeinsamkeiten für die Organisationsentwicklung werden herausgearbeitet.

20170620 171806Zu einem Info- und Themenabend anlässlich des Weltflüchtlingstags 2017 hatten am 20. Juni die AGSA-Projekte „Servicestelle Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“, „Interkultur vor Ort 2017“, „Netzwerk Interkulturelle Orientierung/ Öffnung - Fortbildungs- und Beratungsservice für Verwaltungen“ sowie „Netzwerk IQ Sachsen-Anhalt -Servicestelle IQ „Interkulturelle Orientierung / Öffnung, Antidiskriminierung und Diversity“ Sachsen-Anhalt Nord“ eingeladen.
Am Nachmittag startete der an den Fachaustausch zum Weltflüchtlingstag 2016 angeknüpfte Akteur*innenaustausch „Geflüchtet in Magdeburg - Ein Jahr später“ u.a. mit Vertreter*innen der Stadt Magdeburg aus dem Sozial- und Wohnungsamt, aus dem Jugendamt, der Bildungskoordination, des Beirats für Integration und Zuwanderung, VHS Magdeburg, ABV der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg, LKJ Sachsen-Anhalt, Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt, ehrenamtlich Aktiven aus Magdeburg und Wolmirstedt sowie Freiwilligendienstleistenden des BFD mit Flüchtlingsbezug. 

titel ikw2017„Vielfalt verbindet.“
...so lautet das Motto der bundesweiten Interkulturellen Woche (IKW) 2017, unter das auch die 14 Magdeburger Akteur*innen ihre Veranstaltungsbeiträge gestellt haben.

Das 14-tägige Programm startet am 16. September mit der 2. Interkulturellen Kaffeetafel auf der Einsteinstraße sowie einer abendlichen Eröffnungsveranstaltung im Magdeburger Rathaus.
Es umfasst 29 Angebote an 11 Orten der Landeshauptstadt. Entstanden ist ein facettenreiches Programm für unterschiedlichste Zielgruppen, zu dem
u.a. Migrant*innenorganisationen, soziale Einrichtungen, Bildungsakteur*innen, Beratungsstellen und die Stadt Magdeburg selbst beigetragen haben. Workshops, Info- und Austauschformate, Fachveranstaltungen sowie Begegnungen bei Musik, Bildender Kunst sowie Spaß und Spiel sprechen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte, unterschiedliche Generationen, haupt- und ehrenamtlich Aktive an.

Die Auslandsgesellschaft koordiniert in Kooperation mit dem Netzwerk für Integrations- und Ausländerarbeit der Stadt Magdeburg das Gesamtprogramm, für das auch in diesem Jahr OB Dr. Lutz Trümper die Schirmherrschaft übernommen hat. 

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Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland, in Sachsen- Anhalt engagiert sich für die Integration. Stets gab und gibt es jedoch eine größere Gruppe von Menschen in allen sozialen Schichten und jeden Alters, die Zuwanderung und ein gleich-berechtigtes Zusammenleben von Mehrheits- und Zuwanderungsgesellschaft ablehnen.
Diese Ablehnung hat in den vergangenen 2 bis 3 Jahren vermehrt öffentliche Artikulation erfahren und sich verstärkt in offenem Hass, Rassismus, verbaler und realer Gewalt geäußert.
Diese laute Minderheit war auch der Nährboden für die AfD, dieser Kontext gehört auch zur Erklärung des Auftretens von AfD- Akteuren auf dem SAT 2016 in Sangerhausen, den Beleidigungen, Anfeindungen und Schmähungen, die Menschen mit Migrationsgeschichte erfahren mussten.
Es waren die Vereine und Verbände der Zivilgesellschaft, die als erste und leider lange Zeit als einzige, auf das skandalöse AfD- Verhalten auf dem SAT 2016 hingewiesen und gemeinsame Reaktionen der demokratischen Kräfte darauf eingefordert haben. Wenige Wochen vor dem SAT 2017 in Eisleben muss leider konstatiert werden, dass Monate ungenutzt verstrichen sind.